
Was aber, wenn Jesus
tatsächlich auferstanden ist? Dann hat dies auf unser Leben entscheidende
Auswirkungen. Was folgt daraus? Wenn Jesus sozusagen als Prototyp wieder
lebendig geworden ist, dann besteht die sehr reale Hoffnung, dass auch wir
auferstehen werden, d.h. ewiges Leben haben werden. Das gibt eine grossartige
Hoffnung über dieses Leben hinaus, dann ist das Christentum weit mehr als eine
Lifestyleform, die bessere Lebensqualität verspricht. Wenn Jesus auferstanden
ist, bestätigt das seine anderen Aussagen. Er hat dieses Ereignis ja bereits
vor seinem Tod angekündigt, nur hat es niemand Ernst genommen und verstanden.
Dies verleiht auch seinen anderen Worte und Taten eine ungemeine
Glaubwürdigkeit. Sohn Gottes kann er nur sein, wenn man seinen Worten und Taten
tatsächlich vertrauen kann. An der Frage der Auferstehung hängt die
Glaubwürdigkeit des Christentums. Ohne Auferstehung ist das Christentum einfach
eine Weisheitslehre, ein religiöses Trostpflaster für Gestrandete. Wenn Jesus
aber auferstanden ist, dann gilt diese Kraft, die dieses biologisches und
psychische Wunder vollbracht hat, auch uns, dann lebt diese Kraft auch in dir
und mir, wenn wir dem Auferstandenen glauben und ihm nachfolgen. Wie bereits
erwähnt, an dieser Frage haben sich schon Tausende von Diskussionen entzündet,
weil wir Menschen merken, was damit auf dem Spiel steht.
Für das
griechische Empfinden war die Auferstehung eine peinliche Sache (vgl. Apg 17,32
32 Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, begannen die einen zu
spotten; die andern aber sprachen: Wir wollen dich darüber ein andermal weiter
hören). In der griechischen Philosophie wurde eine scharfe Unterscheidung
zwischen Geist & Materie/Körper gemacht, der Körper wurde abgewertet, das
Entscheidende ist der Geist, darum war für gebildete Griechen völlig unverständlich,
warum Jesus (bzw. dann auch die Christen) auch leiblich auferstehen soll!
Andere versuchten dem Anspruch der Auferstehung auszuweichen, in dem sie
behaupteten:
· Der
Leichnam wurde geklaut (Mt 27,64: 6 Darum befiehl, daß man das Grab bewache bis
zum dritten Tag, damit nicht seine Jünger kommen und ihn stehlen und zum Volk
sagen: Er ist auferstanden von den Toten, und der letzte Betrug ärger wird als
der erste.)
· Halluzination
der Jünger (z.B. Gerd Lüdemann), durch Verlust und durch eine psychisch
anstrengende Zeit haben die Jünger Jesus gesehen, aber nur als Projektion, als
innere Vision!
· Gott
hat nur Jesu Geist auferweckt! Der Körper ist verwest!!! So viele moderne
Theologen.
· Auferstehung
als Symbol des neuen Lebens, als Bild, dass es neues Leben gibt- Die
Auferstehung als geistliche Symbolik, was wirklich geschah wissen wir nicht.
· Ein
anderer wurde anstelle von Jesus gekreuzigt,! Jesus hat nicht gelitten und ist
darum auch nicht auferstanden. Koran. Sure 4,157: Jesus wurde nicht gekreuzigt,
es ist unmöglich, dass Gott einen Propheten so grausam umkommen lässt.
Es ist verständlich, dass
islamische Theologen sich nicht mit der Auferstehung Jesu anfreunden können,
erschreckend ist aber, dass gemäss einer Umfrage rund 30 Prozent der
deutschen evangelischen Pfarrer nicht an die Auferstehung Jesu glauben. Einer
von ihnen ist der deutsche Theologieprofessor Gerd Lüdemann. Er formuliert
seine Meinung zu Ostern folgendermassen:
„Das bedrückendste Schauspiel im Kirchenjahr steht wieder vor der Tür. Von
allen Kanzeln der Welt wird der Ruf erschallen: Jesus ist auferstanden. Obwohl
eindeutig feststeht: Jesus hat sein Grab niemals verlassen, sein Leichnam ist
verwest. Doch die Kirchenführer der beiden grossen Konfessionen wagen es nicht,
ihre Gemeindeglieder über wissenschaftliche Tatsachen aufzuklären, aus Furcht
diese könnten sonst ihren Glauben verlieren.“
Lüdemann sagt von sich: als
ein Historiker kann ich keine metaphysischen oder übernatürlichen Behauptungen
aufstellen. In seinem rationalistischen Weltbild gibt es keinen Platz für
Wunder und Gottes übernatürliches Eingreifen. Der Mann ist als Theologe
provozierend, aber wenigstens konsequent. Nachdem er in einem Buch öffentlich
die Auferstehung geleugnet hat, hat er seiner Überzeugung Taten folgen lassen
und bekannt gegeben, er nenne sich darum nicht mehr Christ. Darum wenn Christus
nicht auferstanden ist, kann ich auch kein Christ im eigentlichen Sinne sein.
Lüdemann hat dem Christentum abgesagt. Recht hat er, wenigstens in diesem
Punkt. Es kann nicht ein einzelner Stein
aus dem Gebäude ausgebrochen werden, den man ganz gut entbehren kann, ja, der
einem sogar störend für das Gebäude erscheinen mochte. Hier stürzt vielmehr das
ganze Gebäude ein. Wenn Jesus nicht auferstanden ist, leben wir in
einer geistlichen Scheinwelt, sind Sklaven unserer Wünsche und Bedürfnissen,
gefangen vom Ich. Wenn wir aber an einen auferstandenen Jesus glauben, dann
erfahren wir Befreiung, Befreiung von unserer Schuld, Vergebung und erleben die
Kraft, die auch Jesus wieder lebendig gemacht.
Es reicht nicht darüber zu
philosophieren. Nur wer das Wagnis eingeht, diesem Jesus nachzufolgen, der
merkt, was hinter dem Geheimnis der Auferstehung steckt!!!
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