Verfasst um 09:40 Uhr in Spruch am Mittwoch | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
So kurz vor Jahresende gibt es wieder einmal einen Design-Refresh. Die mysthische Bergstimmung stammt aus unseren Herbstferien im Montafon. Der frühe Wintereinbruch damals anfangs Oktober passt bestens zur aktuellen Wintersaison.
Verfasst um 21:21 Uhr in Weblogs | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
... wenn ich auch ehrlicherweise eingestehen muss: dieses Jahr stand eigentlich mehr unter dem Titel: Blog-Pause. Das war früher anders, aber seit ich Vater bin die alltägliche Blog-Realität.
Am 26.Dezember 2003 ist dieser Blog online gegangen. Unglaublich wie die Zeit vergeht. Im Moment dient er mehr als Archiv. Viele Treffer über Google, aber kaum aktuelle Schreibtätigkeit. Das wird wohl auch im 2012 so bleiben, denn zur Zeit beschäftigen mich mehr persönliche Fragen als grosse theologische und kulturelle Diskussionen. Aber persönliches will ich nur sehr zurückhaltend online kommunizieren, das ist sicher eine der Lektionen, die ich in den 8 Jahren gelernt habe, auch wenn viele Leser vor allem nach Persönlichem lechzen...
Also allen regelmässigen oder zufälligen Lesern: schöne Weihnachten und frohe letzte Tage im 2011.
Verfasst um 09:46 Uhr in Weblogs | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
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Verfasst um 22:00 Uhr in Spruch am Mittwoch | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Wer wünscht sich nicht eine Plattensammlung, die 13-Millionen-CD's umfasst. Das habe ich mir jetzt geleistet, gekostet hat es nichts. Simfy, heisst das Codewort. Den Player runterladen und Zugang zu Millionen Songs haben und dies völlig legal (Simfy arbeitet mit den Plattenfirmen zusammen), ohne schlechtes Gewissen. 20 Stunden im Monat sind gratis, wer mehr will, kann Abos lösen. Die Songs werden gestreamt, ich kann sie also hören während ich online bin, aber sie gehören mir nicht. Aber vielen CD's reicht das mir und wenn mir mal eine Platte ausserordentlich gefällt, kann ich sie mir im iTunes-Store immer noch kaufen. Eine clevere Geschäftsidee, die Zukunft hat. Habe nun seit ein paar Tagen den Gratis-Player. Macht Spass.
Update 19.11.2011: Simfy hat die Nutzungsbedingungen für das Gratis-Angebot geändert. Jetzt nur noch 5 statt 20 Gratis-Stunden pro Monat. Das ist natürlich sehr schade und schränkt den Wert der Gratis-Lösung bedeutend ein.
Verfasst um 17:25 Uhr in Music | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Für alle Liebhaber (und dazu gehöre ich definitiv) der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ) gibt es frohe Neuigkeiten: nach dem NT ist nun auch eine Ausgabe der Psalmen erschienen. Entweder als Einzelausgabe oder in Kombination mit dem NT. Das ist doch erfreulich, denn bis das ganze AT herauskommt, bin ich wohl bereits pensioniert und im Altersheim :-). Also freuen wir an jedem Buch, das sie publizieren.
Verfasst um 10:45 Uhr in Bibel, Spirituality | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Ein "Überbleibsel" aus meiner IGW-Zeit ist die jährliche Korrektur einer Diplomarbeit als Experte. Dieses Jahr habe ich die Arbeit von David Staub korrigiert und er hat nun für sein Werk von IGW den sogenannten Förderpreis gewonnen. Mit der Verleihung des Preises selber hatte ich nichts zu tun. Herzliche Gratulation auch von meiner Seite. In der offiziellen Pressemeldung heisst es:
Dave Staub erhält den diesjährigen Förderpreis für seine Masterarbeit „The Medium ist die Message“. Er untersucht die Bedeutung des Mediums Blog im Rahmen thematischer Diskussionen und stellt fest, dass das offene Medium die offene theologische Diskussion fördert.
Dies illustriert er am Beispiel der Blogger-Community von Emergent Deutschland. Eine der Thesen lautet: „Das Medium Blog bietet eine grosse Breite an Themen, die von einem theologischen Gesichtspunkt aus analysiert werden, und es ermöglicht die gleichwertige Partizipation von einer fast unbeschränkten Anzahl von Teilnehmern an einer Diskussion, was als eine Realisierung der Idee des allgemeinen Priestertums bewertet werden kann“.
Allen theologisch interessierten Bloggern sei seine Arbeit empfohlen, besonders interessant natürlich auch für Emergent-Deutschland afine Blogger, denn über sie wird ja explizit geschrieben. Der eine oder andere wird sich also in der Diplomarbeit wiederfinden :-). Die Arbeit kann hier als PDF runtergeladen werden.
Verfasst um 21:35 Uhr in Emerging church, Weblogs | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 20:20 Uhr in Spruch am Mittwoch | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Im Zuge von Alternative Worship sind Stationen wieder in! Doch dieser meditative interaktive Ansatz von "Anbetung", der in England und Neuseeland in den 80/90er Jahren seine postmodernen Pioniere findet, ist älter, ja viel älter. Eine Form davon, die sog. Kreuzwege gibt es seit dem 14.Jahrhundert. Einer anderen Ausprägung bin ich in meinen Ferien in Norditalien eindrucksvoll begegnet. In Orta San Giulio haben wir einen der legendären Heiligen Berge (Sacri Monti) besucht. Seit 2003 gehören diese weitläufigen Kapellenanlagen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hoch über dem Orta-See befinden sich in einem grandiosen Park, der Sacro Monte D'Orta. "Der Sacro Monte di Orta ist dem Heiligen Franz von Assisi gewidmet, und jede der zwanzig Kapellen stellt Episoden aus dem Leben des Heiligen dar, das als ähnlich dem Leben Jesu verstanden wird." Fast ein Jahrhundert wurde an den 20 Kapellen gebaut. Da im 16/17. Jahrhundert viele Leute nicht lesen konnten, benutzen die Erbauer Bilder und Figuren, um den Besucher in die Geschichte von Franz von Assisi eintauchen zu lassen. Narrative Theologie für Analphabeten. Eine gemalte Hand weist den Weg zur nächsten Station, die sich verstreut im Park befinden. Die Atmosphäre ist auch heute noch sehr meditativ, beruhigend und gleichzeitig inspirierend, auch wenn die Figuren und Bilder heute museumstechnisch hinter Gitter sind und oft schlecht beleuchtet sind.
Folgende Merkmale sind mir aufgefallen:
Verfasst um 14:42 Uhr in Spirituality | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Verfasst um 12:35 Uhr in Spruch am Mittwoch | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Visuelle Eindrücke von der Osternachts des Netzwerks. Ich war heute morgen von 5-7h da, Gebet und Nachdenken über Ostern. Wunderschön wie aus der dunklen Nacht langsam der Ostermorgen "herandämmert".
05:09 (Blick auf Steffisburg/Thun)
05:34 (Blick Richtung Steffisburg)
06:59 (der Morgen ist da, leider ohne Sonne, aber trotzdem schön!)
Verfasst um 09:52 Uhr in Spirituality | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Gestern habe ich nach 7 Jahren nochmals den Film "The Passion of the Christ" mit Freunden angesehen, passend zu Karfreitag. Da ich damals bereits ein paar Zeilen auf dem Blog geschrieben habe (daran erinnerte ich mich noch...), habe ich im Anschluss an den Film, meine damaligen Gedanken nochmals gelesen. Mmh, manchmal verändern sich ja Ansichten im Laufe der Jahre und manchmal auch nicht. In dieser Sache würde ich jede Zeile genau nochmals so schreiben wie damals: Filmkritik: Passion of the Christ (März 2004).
Verfasst um 10:28 Uhr in Film | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack (0)
Anders als noch vor ein paar Jahren, werden heute ja mehr Blogs geschlossen, als eröffnet. Das kurze goldene Blogzeitalter scheint vorüber. Doch Perlen gibt es noch immer und darum werde ich auch weiterhin tüchtig Blogs lesen und die Perlen geniessen. Aus diesem Grund will ich es nicht unterlassen, wieder einmal einen Blog zu empfehlen: p.ost / an evangelical theology for the age to come. Andrew Perriman bewegt sich eigenständig und fundiert zwischen N.T.Wright und den missionalen Praktikern mit starkem Fokus aufs NT und die "New Perspective". Wie immer gilt auch bei ihm der alte Leitspruch: Prüfet alles und das Gute behaltet.
Verfasst um 10:24 Uhr in Theologie | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 14:23 Uhr in Spruch am Mittwoch | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 22:03 Uhr in Spruch am Mittwoch | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
So endlich geht die Serie weiter. Autor des dritten Kapitels ist Shane Claiborne. Der Amerikaner ist aktuell wohl die international bekannteste Stimme des New Monasticism. Claiborne lebt in Philadelphia in der „Simple-Way“-Community, wenn er nicht gerade die halbe Welt bereist, um seine Ideen zu propagieren. In seinem Vorspann macht sich Claiborne vor allem für ein Tat-orientiertes Evangelium stark. „Der wahre Test unseres Glaubens zeigt sich in der Liebe zum Nachbarn“ (S.19).
Claiborne sucht nach einem Gleichgewicht von Orthodoxie und Orthopraxie, also dem „rechten“ Glauben und dem „rechten Handeln“. Dieses Ziel hatte auch ein Meeting in den USA vor einigen Jahren, wo es darum ging, die Merkmale des „New Monasticism“ griffig zusammenzufassen. Claiborne strukturiert nun sein Kapitel entlang diesen 12 Merkmalen (ich habe sie bereits in einem früheren Blogpost mal erwähnt: Link).
Ich führe sie hier ohne grosse Erklärungen auf. Ich biete ja eine Zusammenfassung und keine Übersetzung des Buches :-).
12 Merkmale des „New Monasticism“(der engl. Originaltitel in Klammern)
Hier gehts zu den bisher veröffentlichten Posts zu diesem Buch: I, IIa, IIb.
Verfasst um 19:52 Uhr in Spirituality | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Für eingefleischte Techies promote ich hier sicher nichts Neues. Aber vielleicht hilft dieser Tipp den Nicht-Geeks unter den Lesern meines Blogs. Dropbox ist eine famose Online-Lösung, um sozusagen in einer virtuellen Wolke Daten zu speichern, besonders auch geeignet um mit Freunden, Arbeitskollegen und Familie Daten und Fotos zu teilen. Besonders Dateien, die zu gross zum Mailen sind, können sehr leicht über Dropbox der gewünschten Person zur Verfügung gestellt werden, z.B. Quicktime-Movies oder Fotogalerien. Lästige grosse E-Mail-Attmachments gehören so der Vergangenheit an. Über die frei erhältliche App hat man auch unterwegs Zugriff auf Daten, die im Dropbox-Ordner abgelegt sind. Die 2GB-Version von Dropbox ist gratis, wer mehr Speicher will, muss bezahlen. So Ende des Werbespots. Hier anmelden...
Verfasst um 11:44 Uhr in Web/Tech | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
So heute geht's wieder einen kleinen Schritt vorwärts: Teil 2b meiner Serie (Teil 1 und 2a). Aus Gründen der Übersichtlichkeit wiederhole ich nochmals die erste der drei Spielarten von neomonastischen Bewegungen, die Ian Mobsby ausmacht.
1. Gruppe: inspiriert von Mönchen und Nonnen, die neue Orte für Gebet und Kontemplation begründet haben. Gründung von Gemeinschaften mit Leuten, die keine Beziehung zur Kirche haben oder sehr von ihr enttäuscht worden sind und sich abgewandt haben. Starke Betonung der Missio Dei, also Hervorhebung des missionalen Elements, meint Sendung in die Gesellschaft. Suche nach dem Heiligen im Alltäglichen. Es gibt keine Orte, wo Gott nicht ist. Diese Neo-Monastiker treffen sich zum Gebet in stillgelegten Pubs, auf Parkplätzen und in der freien Natur. Sie folgen dem benediktinischen Ideal einer "Mönchisierung der Kirche" (O-Ton: re-monking the Church). Beispiele für diese Richtung sind nach Mobsby Contemplative Fire, mayBe oder the Northumbria Community.
2.Gruppe: Diese Gruppe orientiert sich an den sog. Ordensbrüdern (engl. "Friars"), wie z.B. den Franziskanern, Dominikanern oder den keltischen Wandermönchen. Im Unterschied zu Mönchen, die sich in die Einsamkeit zurückziehen, sehen diese ihren Auftrag in der Gesellschaft, unter den Menschen. Auch im Unterschied zur ersten Gruppe lebt diese zweite Gruppe in Gemeinschaften, als Communities, besonders in Gegenden und Quartieren, die arm und niedergekommen sind. Dort, wo Menschen sonst wenige Berührungspunkte zur Kirche haben. Als Beispiele für diese Richtung nennt Mobsby Simple Way in Philadelphia (Shane Clairborne) oder die Sojourner Community in San Francisco.
Beide Varianten betonen die Aufgabe der sozialen Transformation, Mission und Evangelisation durch kulturelles Engagement in verschiedensten Formen. Zudem schöpfen sie Kraft aus einer kontemplativen Spiritualität.
3. Gruppe. Die dritte Gruppe will die Ideale der Mönche und Ordensbrüder vereinen, also Engagement und Rückzug/Einsamkeit. Als prägende Beispiele betrachtet Mobsby dafür die Boiler-Rooms von 24-7, sowie seine eigenen Community Moot. Die Schwerpunkt seiner Gemeinschaft beschreibt er wie folgt: Betrieb einer alten Kirche im Zentrum von London als Kunstraum und Café, Gastfreundschaft, verschiedene Workshops über kontemplative Spiritualität, Diskussionsforen, Gebet, verschiedene Worshipformen. Ort für Leute auf Pilgerschaft. Aber auch gemeinschaftliches Wohnen mit dem Ziel in Zukunft auch Leute aufzunehmen. Gemeinsamer Lebensrhythmus.
Überall auf der ganzen Welt macht Mobsby Strömungen aus, die einer der drei Gruppen zuzuordnen sind. Er nennt nochmals einige Gemeinsamkeiten:
In diesen Versuchen, Gemeinschaft in bestimmten Kontexten zu leben, bzw. gemeinschaftliches Leben in kirchenfernen Kontexten zu gestalten, sieht Mobsby den Beitrag der neomonastischen Bewegung zur Initiative von "Fresh expressions". In gewisser Weise sind diese monastischen Gemeinschaften also Kirche.
Der Begriff "New Monasticism" ist momentan in, und viele Gruppe, die in irgendeiner Form etwas mit Gemeinschaft zu tun haben, bezeichnen sich so. Doch was macht eine "geistliche Gemeinschaft" zu einer "neomonastischen Gemeinschaft"? Als Kernkriterium bezeichnet Mobsby hier die Lebensregel oder den gemeinsamen Lebensrhythmus, nur gemeinsame Werte sind ihm zu wenig. Solch eine Lebensregel ist eine ganzheitliche Angelegenheit, welche eben das ganze Leben betrifft und sich auch deutlich von der vorherrschenden Hyperindividualität absetzt und darum "countercultural" ist. Als weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal nennt der Londoner einen partizipativen Führungsstil. Betonung der Gleichwertigkeit von Brüdern und Schwester, sowie eine aktive Teilnahme von allen ist gefordert. . Ein weiterer Kernpunkt ist für Mobsby der Einsatz und die Sorge für die Armen und Benachteiligten, sowie die Kirchenfernen, die keine Ahnung mehr vom Christentum haben. Es geht also bei "New Monastiscism" nicht um die Gründung von bequemen und komfortablen Orten für die weisse Mittelklasse.
Das neue Mönchtum schöpft aus Quellen keltischen, römischen und byzantinischen klösterlichen Formen.
Verfasst um 22:53 Uhr in Spirituality | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Viele Bekannte haben uns vorgewarnt und es stimmt: das erste Jahr vergeht wie im Flug. Unglaublich, aber wahr: letzte Woche ist unsere Maus ein Jahr alt geworden. Aviva ist ein aufgewecktes Persönchen, das selber seinen Geburtstagskuchen isst, mit Enthusiasmus ihren "Reistranporter" (ein Holzwagen mit Reis als Gewicht) durch die Wohnung schiebt und schelmisch lacht, wenn ihr etwas gefällt. Vor einem Jahr hat sie vor allem geschlafen und noch kaum von der Welt Notiz genommen. Die menschliche Entwicklung ist ein Wunder. Ein Privileg, wenn man diese Entwicklungsschritte hautnah miterleben kann. Klar, manchmal haben wir weniger geschlafen und am Wochenende nur gerade eine Runde ums Quartier gemacht, doch diese Einschränkungen sind gering im Vergleich zu den tief schürfenden und belebenden Erfahrungen mit unserer Tochter. Wow! Wir starten also mit grosser Freude ins zweite Jahr (Bilder: Geburtstagsparty)
Verfasst um 14:01 Uhr in Current Affairs | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
So, nun zum zweiten Kapitel (Kapitel 1 hier). Autor ist der Londoner Ian Mobsby. Mobsby ist einer der Gründer der innovativen Moot-Community, ursprünglich vor allem durch ihre Alternative-Worship-Events bekannt, heute eine neomonastische Gemeinschaft im Herzen Londons.
Mobsby stellte seine Ausführungen unter den hochtrabenden Titel " the importance of New Monasticism as a Model for Building Ecclesial Communities out of Contextual Mission". Zu Beginn ruft er dem Leser in Erinnerung, dass die ersten Begegnungen mit dem Christentum in England vor allem durch Mönche, Nonnen und Ordensbrüder initiiert worden sind. Nach Stuart Murray sind gut alle 500 Jahre entscheidende Impulse für die Kirche selber von klösterlichen Bewegungen ausgegangen. Heute leben wir in einer pluralistischen Gesellschaft mit verschiedenen komplett differierenden Weltanschauungen. Sehnsucht nach Spiritualität und Religion ist durchaus vorhanden, aber mehrheitlich in Form einer ABC-Spiritualität: "Anything but the Church", also im Stil: Gott ja, Kirche nein.
In der aktuellen Strömung "New Monasticism" macht Mobsby drei unterschiedliche Formen aus. Seine Profilierung ist für mich nicht bis ins Detail nachvollziehbar, ich versuche aber seine wichtigsten Merkmale zu formulieren:
1. Gruppe: inspiriert von Mönchen und Nonnen, die neue Orte für Gebet und Kontemplation begründet haben. Gründung von Gemeinschaften mit Leuten, die keine Beziehung zur Kirche haben oder sehr von ihr enttäuscht worden sind und sich abgewandt haben. Starke Betonung der Missio Dei, also Hervorhebung des missionalen Elements, meint Sendung in die Gesellschaft. Suche nach dem Heiligen im Alltäglichen. Es gibt keine Orte, wo Gott nicht ist. Diese Neo-Monastiker treffen sich zum Gebet in stillgelegten Pubs, auf Parkplätzen und in der freien Natur. Sie folgen dem benediktinischen Ideal einer "Mönchisierung der Kirche" (O-Ton: re-monking the Church). Beispiele für diese Richtung sind nach Mobsby Contemplative Fire, mayBe oder the Northumbria Community.
Fortsetzung folgt. Braucht doch etwas mehr Zeit und sonst werden die Posts zu lang....
Verfasst um 22:21 Uhr in Spirituality | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Wie versprochen werde ich "versuchen" fortlaufend Einblick in meine Lektüre von New Monasticism as fresh expression of church geben. Frühere Gedanken auf diesem Blog zur Bewegung "New Monasticism" finden sich z.B. hier, hier, hier oder hier.
Das Bucht startet mit einem Kapitel von Bischof Graham Cray "Why is New Monasticism important to fresh Expressions?", also warum die neue Klosterbewegung wichtig ist für die Organisation "Fresh Expressions". Cray ist Teamleiter der anglikanischen Gemeindeinitiative "Fresh Expressions". Es schreibt also der Chef höchstpersönlich. Die Organisation fördert neue und innovative Kirchenprojekte innerhalb der angelikanischen Kirche. Mehr über "Fresh Expresssions" hier.
Zu Beginn schreibt der Bischof von seinen eigenen positiven Erfahrungen mit gemeinschaftlichem Leben. Auch wenn er aktuell in keiner monastischen Gemeinschaft lebt, fühlt er sich dieser Richtung verbunden. Als Testfrage für jede Kirche oder klösterliche Community nennt Cray folgendes Merkmal:
The ultimate test of any expression of church, whether a fresh expression, or a more traditional one- is what quality of disciples are made there?
Die Jüngerschaftsfrage ist für Cray also die Crux und da erwartet er von der neomonastischen Strömung besondere Impulse. Individualismus und die alles bestimmende Konsumgeilheit unserer Gesellschaft gefährden glaubwürdige Jüngerschaft aufs schärfste, so Cray. "Consumerism", der englische Ausdruck, den der Bischof verwendet, beinhaltet mehr als Shoppen oder Wahlfreiheit, Cray versteht diese Haltung als alles bestimmenden Lebensstil, der auch vor den Toren der Religion nicht halt macht (S.4). Auch christliche Gemeinschaften und Kirchen seien anfällig für die Fallen des Konsumerismus. Er kommt schleichend, unbemerkt. Jüngerschaft hat in diesem Kontext nicht einfach Wissensanhäufung zum Ziel, sondern vor allem Charakterbildung. Und genau an diesem Punkt liegt für Cray das Interesse am "New monasticism" (S.5):
...because I am convinced that this sort of character formation has a much greater chance of success in community. A locally agreed, light touch, shared rule of life provides the best environment for Christian Growth in a consumer society.
Ein zentrales Anliegen von "Fresh Expressions" ist ja die Gemeindegründung mit/von/zu Menschen, die wenig oder keine Ahnung vom christlichen Glauben haben. Initiativen, die in diesem Kontext arbeiten, müssen nach Meinung von Cray sowohl "contextual and countercultural" arbeiten, also sensitiv gegenüber der herrschenden Kultur sein, aber gleichzeitig auch den gängigen gesellschaftlichen Werten kritisch gegenüberstehen. Menschen, die aus dem vorherrschenden säkularen Gewirr Christen werden, brauchen eine ganzheitliche "Christliche Katechese", eine Bildung, die am besten in der alltäglichen Gemeinschaft mit Christen geschieht.
"New Monasticism" soll Ancient-Future-mässig sein, also gleichzeitig das Erbe der vergangenen monastischen Bewegungen ehren und schätzen und aber auch innovativ und mutig in die Zukunft denken. Cray wünscht sich weiter eine enge Verbindung zwischen Jüngerschaft und Mission/missionalem Lebensstil.
Zum Schluss seines Kapitels erwähnt Cray den Begriff der "Deep church". Ursprünglich ins Feld geworfen von C.S.Lewis hat diese Formulierung in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen. Etwas verkürzt gesprochen, meint Cray mit "deep church" den Versuch, heute in unserer Konsumkultur glaubwürdig "Kirche zu sein" und in dieser Hinsicht gibt er dem neuen Mönchtum durchaus Kredit.
Verfasst um 21:02 Uhr in Spirituality | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Will Mancini macht im Blog von Christianity Today "Out of ur" 11 Trends für die Gemeinde-und Kirchenlandschaft aus, die seiner Meinung nach im 2011 an Momentum gewinnen werden. Sein Fokus liegt natürlich auf den Vereinigten Staaten, doch die Prognosen sind mit Abstrichen auch für unsere Lande aufschlussreich:
Verfasst um 19:49 Uhr in Church / Gemeinde | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Vor einigen Tagen habe ich die Leser dieses Blogs nach einem Literaturtipp gefragt. Einige sind eingegangen (via Facebook). Danke für die Tipps. Ich habe jetzt nicht für einen der Vorschläge entschieden, sondern für das im Dezember 2010 erschienene "New Monasticism as fresh expression of church", einen Sammelband über das neue Mönchtum. Es sind verschiedene Essays darin enthalten, von mehrheitlichen englischen Autoren wie zum Beispeil Andy Freeman (24-7), Ian Mobsby, Bischof Graham Cray, Ray Simpson, aber auch von Shane Claiborne. Ich habe mir vorgenommen, auch meiner eigenen Selbstdisziplin zuliebe, fortlaufend einige Gedanken daraus hier zu veröffentlichen.
Verfasst um 17:48 Uhr in Spirituality | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Das kommt davon, wenn der Webmaster keine Ahnung vom Inhalt hat. Peinliche, schon wieder amüsante, falsche Verlinkung auf der offiziellen Davos-Tourismus-Seite :-).
Ps: nun wird ein oberflächlicher, unnützer Beitrag mein Post Nr. 1000! Tja, so ist das Leben.
Verfasst um 16:02 Uhr in Religion | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack (0)
Das ist einer der Gründe, weshalb ich an das Christentum glaube: Es ist eine Religion, die man sich nicht hätte ausdenken können.
Verfasst um 11:26 Uhr in Spruch am Mittwoch | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Das letzte Jahr herrschte bei mir trübe Leseflaute. Familienstart und andere Projekte haben die Bücher an den Rand gedrängt. Nun hätte ich Lust, wieder mal was Inspirierendes zu lesen: hat jemand von euch eine Empfehlung? Themenbereich: Gesellschaft/Web/Trends/Theologie? Bin gespannt...
Verfasst um 20:31 Uhr in Books | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Gestern sind wir als Familie dem elenden Nebel entflohen, der sich zur Zeit hartnäckig über weiten Teilen der Schweiz hält. Hoch über dem Nebelmeer war es wunderschön, blauer Himmel und rings um uns her die traumhafte Schneelandschaft der Berner Alpen. Tief unten über dem Thunersee hingen die dicken Nebelschwaden (vgl. Bild.). Das Naturszenario hat für mich symbolhaften Charakter. Wie gut tut es , von Zeit zu Zeit aus den Nebelschwaden des Alltags aufzutauchen und sich einen Überblick zu verschaffen. Weg aus der Hektik des Berufs und den Anforderungen des Familienlebens. Einmal tief durchatmen und überlegen, was mann und frau im Nebel zurückgelassen hat. In Kürze haben wir das Ende eines Jahres erreicht, wieder einmal. Es werden immer mehr in meiner Geschichte, oh Wunder!
Als Jahresendritual pflege ich seit vielen Jahren eine Art Jahresrückblick im Tagebuch. Ich schreibe auf, was mir positiv in Erinnerung geblieben ist, was mich genervt und gestresst hat, welche Filme ich geguckt habe, welche Bücher gelesen. Ein kurzer Moment auf den ich auf das Nebelmeer des Jahres 2010 schaue und mich auch wieder bereit mache, in den Nebel des Jahres 2011 abzusteigen.
Hast du / habt ihr spezielle Rituale mit denen ihr ein Jahr beschliesst? Würde mich interessieren, davon zu erfahren.
Verfasst um 19:50 Uhr in Current Affairs | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Die niederländische Trendforscherin Li Edelkoort in der Weltwoche (51/52):
Die meisten Menschen sind enttäuscht darüber, was die Individualität bewirkt hat. Sie sind verunsichert und hassen es, jeden Tag so viele Entscheidungen treffen zu müssen. Man beginnt die Vorteile der Gemeinschaft neu zu entdecken. Sie ist mit Teamarbeit und der Verantwortlichkeit für andere verbunden. Dadurch verdient man vielleicht weniger, und das einzelne Ego kann weniger leuchten. Gleichzeitig ist man weniger auf sich allein gestellt und erlebt den Alltag als sinnvoller.
Verfasst um 04:40 Uhr in Spruch am Mittwoch | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Dank der famosen "My favorite Mac Tools"-Liste von Johannes Kleske (Danke!) habe ich einige neue, nette Tools für den Mac entdeckt. Unter anderem eine schnörkellose, eleganten Applikation, die dir hilft, die altbekannten To-Do-Listen zu gestalten und organisieren (TeuxDeux). Allein das aufgeräumte Design macht Spass und als erster Vorsatz fürs neue Jahr will ich mal damit meine Aufgaben auf die Reihe bekommen. Die Online-App ist gratis und auch fürs iPhone erhältlich, dort kostet sie allerdings 3.30Fr.-.
Verfasst um 09:06 Uhr in Web/Tech | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
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