Persönlich haben mir die Kapitel über die stürmische Gründungszeit besonders gut gefallen. Die Hippie-Christen, das Jesus-Movement...Wow, das war schon eine spezielle Zeit, die ich gerne selber miterlebt hätte.
Am Schluss fragt Marlin kurz, was mit den Schlüsselfiguren der Gründerzeit in der Folgezeit geschehen ist. Erstaunlich viele sind nach segensreichen Zeiten gestrauchelt, gestürzt, zerbrochen oder gesundheitlich auf der Strecke geblieben. Das hat mich bewegt und nachdenklich gestimmt. Ich glaube nicht, dass dies ein spezifisches Phänomen der Vineyard-Bewegung ist. Schon die Bibel ist voll von tragischen Leiterschicksalen. Doch es trifft mich jedesmal wieder. Ich denke dabei immer wieder an die Aussage von Leiterschaftsspezialist Clinton (nicht der Präsident, sondern der Fuller-Prof), der immer wieder betont, dass es nicht entscheidend ist, gut zu beginnen, sondern gut zu enden. Das ist Gnade und Disziplin. Glaube und Bewahrung. Segen und ausbalanciertes Dienstverständnis. Ich hoffe fest, dass ich mal zu der Kategorie gehöre, die gut endet und nicht nur einzelne Höhenflüge zu verzeichnen hatte....
Aber zurück zum Buch. Die gut 200 Seiten lesen sich leicht. Keine staubige Theologenlektüre, sondern pralles Leben, bewegende Geschichten und eine gute Prise Reich-Gottes-Theologie (G.E.Ladd). Das Buch eignet nicht nur für Vineyard-Mitglieder, sondern für alle, die an der neuen Kirchengeschichte interessiert sind.
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