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28. August 08

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Folgende Weblogs beziehen sich auf Es ist still geworden...:

Kommentare

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Peter Neubauer

Die Ruhe liegt wohl auch daran, dass EC eine Bewegung Vieler ist.

Denn was geschieht mit den Menschen, die alleine in Ihrer Umgebung mit den Gedanken der EC stehen ? Wie finden Sie andere Menschen mit denenn sie sich darüber zunächst einmal austauschen können - geschweige denn diese Gedanken ganz praktisch umzusetzen ?

Die bisherigen Impulse für Gemeindeumbau waren da vergeleichsweise leichter zu implementieren.

Dazu ein weitere Gedanke : WC (ich liebe diese Abkürzungen :), ich meine Willow Creek, kämpft ja seit einigen Monaten mit den eigenen Schwächen, und hat dabei erkannt, dass sie zu viele Konsumenten "erzogen" haben. Sie haben sich von der EC herausfordern lassen, welches Tor (Türchen) können sie auf machen ?!

kapeka

Richtig! Und es ist häufig so, dass nach einem Hype ersteinmal (relative) Ruhe einkehrt. In einem Vortrag an der FTA über die EC habe ich das am Beispiel der 68er und von Linux verglichen. (Den Ausschnitt der Präsentation dazu gibt es als PDF: http://idisk.mac.com/karl.karzelek-Public/Hype.pdf?disposition=download+9581).

Ich habe das mit dem Neologismus "Reforlution" umschrieben. Meistens gibt es vor dem Hype eine ruhige Phase der Arbeit im Hintergrund, dann gibt es den Hype und dann entscheidet es sich, ob die Energie aus dem Hype aufgegriffen und in eine längerfristige erneut eher ruhige Phase übertragen wird, oder ob mit dem Hype auch die Grundsubstanz verpufft.

Manche Bewegung kann am Hype auch komplett scheitern, weil die "Eltern" der Bewegung sich wegen des Hypes abwenden und die Hype-Kinder nicht mehr da sind, wenn der Hype vorbei ist.

So denke ich braucht es eine gute Mischung aus Revolution (Hype; Erweckung etc) und Reformation (längerfristige, solide Basisarbeit) = Reforlution. Und ich würde es mir wünschen, dass die EC das schafft.

Mike B.

Danke für eure wertvollen Kommentare. Es scheint mir, dass mein "ruhig" eher negativ verstanden wurde. Dem ist nicht so :-). Ja, es wird weiter gehen. Auch Hype verstehe ich nicht nur negativ. Es ist die grosse Aufregung um etwas Neues, da alle elektrisiert. Nur dauert ein Hype nicht ewig und dann entscheidet sich, was wirklich daraus wird.

Onkel Toby

An dieser Diskussion teilnehmen zu düfen hat mir eine Horizonterweiterung geschenkt von der ich noch nichtmal zu träumen gewagt habe. Sie hat mir geholfen, mich als Christen komplett neu zu definieren. Ich merke allerdings, dass ich selbst in einer Stadt wie Berlin relativ isoliert bin und überlege, wie ich umsetzwn kann, was ich glaube. Zurück kann ich jedoch nicht, und das verursacht mir derzeit einige Trennungschmerzen. Ich denke aber auch, das die wirklichen Veränderungen noch viel Zeit brauchen. Aber sie werden kommen.

toby

Es fängt doch erst so richtig an. Die erste (amerikanische) Haut ist fast abgestreift und die inkulturelle "emergeing church" wächst heran. Oft unter einem ganz anderen Namen und nicht so laut und auch nicht den Streit suchend, sondern in der Praxis und der theologischen Reflexion. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir erst am Anfang stehen und wir noch viel erwarten können....

Depone

meiner ansicht nach wird immer noch viel geredet und gemacht, sicherlich ist es auf blogs stiller geworden, vielleicht weil es im leben lauter wurde, oder aber – wie auch peter schon andeutete – es werden zwar nicht so viele einschlägige vokabeln gebraucht dennoch wird fleißig über inhalte nachgedacht und an ihrer konkreten umsetzung gebastelt (wobei ich das nicht als rangordnung oder gar trennung verstehe, falls ihr versteht was ich meine ;) ).

als hype hab ich emerging church oder aber emergent nie verstanden, auch nicht als welle, für mich ist das eine bewegung von freunden, wobei freunde hier weit zu denken ist – menschen die sich ähnliche fragen stellen, die auf ähnliches stossen... und die nun mehr oder weniger vernetzt sind und sich supporten.

Pastor Sandy

A pros pros Vernetzung:
Also im Norden Deutschlands ist es alles andere als ruhig geworden, um die Emerging Church.
Nächste Woche findet das erste EmergingCamp in Bremen statt.
Herzliche Einladung zum vernetzen!
Für dich Mike etwas weit.. aber vielleicht liest es ja noch jemand, der interessiert ist...

Simon

Ich habe das auch nie als Hype in Deutschland empfunden. Zum einen, weil ich kaum mehr als 50 Personen kenne, die überhaupt mit dem Begriff "Emerging Church" was anfangen können. Zum anderen, weil diejenigen die Impulse von Anfang an sehr bescheiden aufgenommen haben und ich nie den Eindruck hatte, dass irgendjemand Emerging als Schlüssel zum Gemeindeaufbau gesehen hätte - oder wer sollte das sein und welcher Blog?

Ich hatte von Anfang an den Eindruck, es geht um Themen. Die, die Peter genannt hat und noch andere, vielleicht auch für jeden nochmal andere. Und da sind wir doch nach wie vor dran und wenn der Begriff "Emerging" hilft, zu vernetzen und etwas auszudrücken, was an gemeinsamen Fragen da ist, ist das doch gut.

Peter

Ich halte es für unwahrscheinlich, dass sich hier eine EC-Bewegung wie in den USA bildet. Die christliche Szene hier ist weniger evangelikal geprägt, die Zeit der Blockbildung ist schon länger vorbei, das Lernen aus der Ökumene und der Geschichte war schon immer angesagter. Und Moltmann oder Bonhoeffer lesen wir hier schon lange :-)

Die Themen werden bleiben: Inklusives Gemeindeverständnis, partizipative Formen von Gottesdienst und Leitung, christliches Zeugnis im multireligösen Pluralismus, Gesellschaftstransformation und christliche Identität in der allgegenwärtigen Konsumkultur. Ich würde eher damit rechnen, dass ein weicher Übergang wie bei den aktuellen Willow-Konferenzen (wo Alan Hirsch oder Brian McLaren und Scot McKnight reden) stattfindet.

Schließlich finde ich viele Typen aus der hiesigen Emergiung Conversation so erfrischend bescheiden und resistent gegen jede Form von Hype, dass mit einer klassischen "Welle" wohl nicht zu rechnen ist. Aber ich rechne mit nachhaltigen informellen Vernetzungen, die längerfristig ein großes Potenzial haben

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