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24. Mai 09

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Kommentare

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Tobi. G.

Ich bin zwar auch kein Ökonom, sondern wie du Theologe, aber mir gehen diese Gedanken schon lange durch den Kopf.

Mein erster Gedanke ist der: Müssen wir nicht auch hier außerhalb der Box denken. Es herrscht eine Ökonomie, die auf Deckung des Bedarfs beruht. Wenn es keine Bedarf gibt, dann wird durch Werbung bedarf geschaffen, in dem die tiefsten Wünsche der Konsumenten angesprochen werden. Ziel ist es, den Gewinn zu maximieren und sich damit mehr leisten zu können. Wenn wir nun nicht von von solch einem Kreislauf ausgehen, in dem das Geld und die Geldvermehrung im Mittelpunkt stehen, dann kommen, wie Walter andeutet, Kunst, Kultur, Soziales, Bildung u.a. in den Mittelpunkt und auch solche Aspekte wie Forschung würden anders bewertet werden.
Dass wir noch nicht angefangen haben über solch eine Welt und solch eine Gesellschaft nachzudenken, ist weil sie uns zu schön erscheint, als wahr zu werden. Es wäre ein Paradigmenwechsel in der Ökonomie, weg vom Geld als der Triebkraft, die alles am Laufen hält.

Na ja, soweit mal meine Gedanken ins unreine geschrieben. Wenn ich versuche mit Ökonomen und Wirtschaftswissenschaftlern in meinem Bekanntenkreis darüber zu reden, dann stoße ich ehr auf Ablehnung, weil sie es scheinbar nicht schaffen oder ablehnen, außerhalb ihres Denkrahmens unseres ökonomischen Systems zu denken.

Mike B.

Danke Walter für deinen Kommentar. Ja, eine 30-Stunden-Woche wäre sicher eine gute Sache. Die würde aber auch bedeuten, dass Konsumverzicht gleichzeitig auch die Bereitschaft beeinhaltet, weniger zu verdienen. Die beiden hangen natürlich zusammen, doch sind sie meiner Meinung nach nicht kongruent. Es könnte ja auch, dass jemand bewusst weniger kauft, sich dafür, wenn er kauft, teurere Sachen leistet. Wenn ich dies so schreibe, wird mir bewusst, wie tiefgreifend eine solche Wandlung wäre. Da scheinen wir im Moment doch noch weit davon entfernt. Allerdings zwingt die gegenwärtige Krise einige sich bereits sehr real mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

Walter

Eine Gesellschaft, in der ein von dir beschriebener ethisch motivierter Konsumverzicht so sehr um sich greifen würde, dass er makroökonomische Konsequenzen hätte, wäre schon eine andere Gesellschaft. In so einer Gesellschaft wäre es sicher kein Problem, die dann noch notwendige Arbeit so umzuverteilen, dass alle weniger arbeiten müssten und mehr Zeit für nette Sachen hätten. Die 30-Stunden-Woche würde das Problem lösen, und man hätte noch Ressourcen frei für Kultur, Lernen, Hilfe im In- und Ausland usw.

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