Gestern sind wir als Familie dem elenden Nebel entflohen, der sich zur Zeit hartnäckig über weiten Teilen der Schweiz hält. Hoch über dem Nebelmeer war es wunderschön, blauer Himmel und rings um uns her die traumhafte Schneelandschaft der Berner Alpen. Tief unten über dem Thunersee hingen die dicken Nebelschwaden (vgl. Bild.). Das Naturszenario hat für mich symbolhaften Charakter. Wie gut tut es , von Zeit zu Zeit aus den Nebelschwaden des Alltags aufzutauchen und sich einen Überblick zu verschaffen. Weg aus der Hektik des Berufs und den Anforderungen des Familienlebens. Einmal tief durchatmen und überlegen, was mann und frau im Nebel zurückgelassen hat. In Kürze haben wir das Ende eines Jahres erreicht, wieder einmal. Es werden immer mehr in meiner Geschichte, oh Wunder!
Als Jahresendritual pflege ich seit vielen Jahren eine Art Jahresrückblick im Tagebuch. Ich schreibe auf, was mir positiv in Erinnerung geblieben ist, was mich genervt und gestresst hat, welche Filme ich geguckt habe, welche Bücher gelesen. Ein kurzer Moment auf den ich auf das Nebelmeer des Jahres 2010 schaue und mich auch wieder bereit mache, in den Nebel des Jahres 2011 abzusteigen.
Hast du / habt ihr spezielle Rituale mit denen ihr ein Jahr beschliesst? Würde mich interessieren, davon zu erfahren.
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