zu Part I / II / III
Wie gestern eingeführt, Hubs zerstören den idealistischen Traum eines völlig demokratischen Internets. Für mich überraschend führt Barabasi nun den italienischen Ökonomen und Soziologen Vilfredo Pareto in die Diskussion ein. Die meisten werden den Namen mit der sog. 80/20-Regel in Verbindung bringen. Dieses Prinzip findet sich in jedem Arbeitsorganisations-Ratgeber und meint im Zeit-Management zum Beispiel, dass bereits 20% der strategisch richtig eingesetzten Zeit und Energie 80% des Ergebnisses bringen (Seiwert). Oder 20% der Kunden bringen 80% des Umsatzes, 20% der Besprechungszeit bewirkt 80% der Beschlüsse usw. Im Zeitmanagement geht es nun darum die 20/80-Erfolgsverursacher zu finden, und sie mit der höchsten Priorität zu versehen. Doch was hat Pareto mit der Netzwerk-Theorie zu tun?
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„All
Websites are equal, but some Websites are more equal than others“. In
Anlehnung an George Orwells berühmten Animal-Spruch, habe ich für mich die
Quintessenz aus Albert-Laszlo Barabasi’s Buch “Linked”
so formuliert oder jedenfalls die aus den ersten Hundert Seiten. Gerade im
Zeitalter von Web 2.0 wird
überall tüchtig die egalitaristische, demokratische Struktur des Internets
gelobt (Koreanisch für dich? Hier
gibt es eine 5-minütig Videoeinführung). Durch neue Social-Software (wie Blogs,
Wikis, Flickr, Youtube etc.) werde die Hegemonie der etablierten Medien
durchbrochen und Hinz und Kunz habe die Möglichkeit gleichberechtigt seine
Stimme im virtuellen globalen Dorf zu erheben. Doch stimmt das wirklich? Jein. Ja, es ist heute sehr einfach und eine Sache
von Minuten sich eine elektronische Stimme zu beschaffen. Es hat sich seit dem
"Web 1.0" tatsächlich vieles verändert. Es gibt z.B. Millionen von
Blogs, so viele unabhängige Stimmen wie noch nie in der Mediengeschichte. So,
jedenfalls die Theorie. Und die Praxis? Schon mal von „Critikator“ gehört? Zu 99,99%
wahrscheinlich nicht, es haben neben mir auch erst 9 andere diese Website
besucht. Kennst du Amazon, Google oder Youtube?
Zu 99,99% sind dir diese Namen ein Begriff, wenigstens wenn du mehr als eine
Stunde im Netz verbracht hast.
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Ein Diskussionsbeitrag von Volker Kessler (ACF Deutschland) für alle, die sich mit Rhetorik beschäftigen- oder eine Episode darüber, wie man mit Zahlen Wissenschaftlichkeit vortäuschen kann.
Immer wieder tauchen in Rhetorikbücher und Seminaren folgende Zahlen bzgl. der Wirkung einer Botschaft auf: 7 % die verwendeten Worte, 38 % die Stimmlage 55 % die Mimik.
Ich habe mich immer gefragt, woher diese Zahlen eigentlich kommen. Durch eine Seminararbeit von Jörg Mentzen bekam ich jetzt den Hinweis. Diese Zahlen gehen zurück auf:
Mehrabian, Albert & Ferris, Susan: Inference of Attitudes from Nonverbal Communication in two Channels
in: Journal of Consulting Pychology, 1976 Vol 31, No. 3 248-252
Mehrabian & Ferris haben einen Versuchsaufbau mit 62 Studentinnen gemacht.
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