Für unser Theater-Magazin "Stichwort" habe ich ein Editorial geschrieben, und da das Magazin veröffentlich ist, kann ich diesen Text auch einem grösseren Publikum zugänglich machen.
Vor kurzem habe ich mir wieder mal eine Frage gestellt, die mir schon oft durch den Kopf gegeistert ist, nämlich, ob man nur ein guter Künstler sein kann, wenn man ein möglichst zerbrochenes und kaputtes Leben führt, geprägt von Drogen, kurzen Liebes-Abenteuern und einer seelischen Zerrissenheit, die einem früher oder später in den Abgrund führt. Anlass dazu war ein Spielfilm aus dem Jahre 1996 über die wahre Lebensgeschichte des jungen schwarzen Künstlers Jean-Michel Basquiat. Der Film gibt einen aufregenden Einblick in die pulsierende Kunstszene New Yorks um 1980. Aufregend, aber auch deprimierend, denn es gibt zwar hochkarätige Kunstwerke und genial begabte Artisten in Action zu sehen, aber keine einzige Figur führt ein „gesundes Leben“, alle sind „krank“ und scheinen sich dessen auch bewusst zu sein. Vielleicht hast du dich auch schon gefragt, warum so viele Künstlerbiographien tragisch ausgehen, egal ob es sich um Musiker, Maler, Schauspieler oder Schriftsteller handelt? (Weiter unter continue reading...)
For our theatre magazine "Stichworte" I wrote my usual editorial, and now because the magazine has been published, I can make this text accessible also for a larger public.
Recently I have raised again the question, whether one can be only a good artist, if one leads a destructive and broken life marked by drugs, short love- adventures and a heavy inner strifes, which leads oneself sooner or later into the abyss. Cause for it was a movie from the year 1996 about the true lifestory of the young black artist Jean Michel Basquiat. The film gives an exciting idea of the pulsating art scene in New York around 1980. Exciting, but also depressing, because there are top-class pieces of art and ingeniously talented artists in action to be seen, but none of these leads a "healthy life", all are "ill" and it seems to be there conscious of that. Maybe did you ask yourself once too, why so many artist biographies end tragically, all the same whether it concerns musicians, painters, actors or writers?
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